«Iär spilid ja sowisoo nur immer so ärnschti Stuck» – «Ich wott äifach chennä lachä»

Solche Sprüche hören wir immer wieder, wenn von den Alpnacher Theaterstücken die Rede ist. Aber Hand aufs Herz: Ist da wirklich etwas dran oder sind das nur gut gewürzte Bauchgefühle aus dem Reich des Hörensagens? Werfen wir doch einen nüchternen Blick auf die letzten 20 Aufführungen:
- 11 Lustspiele / Komödien
- 8 Volksstücke
- 1 Krimi

Die Bilanz? Ziemlich ausgeglichen: Bei uns wird sowohl gelacht wie auch gedacht – wobei dieLustspiele oder Komödien überwiegen. Doch selbst bei den aufgeführten Volksstücken hatte es oft viele Szenen oder kurrlige Figuren, bei denen man sich das Lachen kaum verkneifen konnte – wie das erfolgreiche Stück vom letzten Jahr «Käserei in der Vehfreude» gezeigt hat.
Wir wissen natürlich: Unser Publikum kommt mit ganz unterschiedlichen Erwartungen ins Theater. Die einen möchten einfach einen heiteren Abend erleben – lachen, sich amüsieren und danach gemütlich und ohne grosse Denkarbeit wieder nach Hause schlendern. Andere wiederum mögen es tiefgründiger: Sie möchten mitfühlen, mitfiebern, sich emotional hineinziehen lassen und vielleicht sogar noch in der Festwirtschaft und auf dem Heimweg darüber diskutieren oder nachdenken. Um beiden Seiten gerecht zu werden, wechseln wir einerseits bewusst zwischen verschiedenen Gattungen. Andererseits suchen wir gezielt Stücke, die zwar inhaltliche Tiefe bieten, aber trotzdem mit Humor, Charme und einem ordentlichen Schuss Spielwitz erzählt werden. Genau in dieser Kombination gibt es leider nicht gerade eine riesige Auswahl an Stücken – aber wir geben unser Bestes, die Perlen zu finden!

Wie läuft eigentlich so eine Stückwahl ab?
Eine kleine Truppe aus der Regie und ein paar Theaterspielern bildet die Lesekommission. Die bestellen verschiedene Stücke bei den Verlagen, lesen sich tapfer durch, beurteilen alles nach festen Kriterien und diskutieren dann gemeinsam, welches Stück Potenzial hat.

Meistens schlägt die Kommission dem Produktionsteam ein konkretes Theaterstück vor. Dieses wird anschliessend an der GV der Theater- und Trachtengruppe präsentiert, damit alle wissen, worauf sie sich im nächsten Jahr freuen dürfen.

Und nun die grosse Frage: Wie sieht es 2026 aus?
Kurz gesagt: ziemlich speziell! Wir bringen erstmals eine schwarze Komödie auf die Bühne – wobei sie längst nicht so düster ist, wie der erste Eindruck vermuten lässt. Das «Schwarz» kommt eher mit einem Augenzwinkern daher. Es gibt viel zu lachen, aber auch das eine oder andere zum Nachdenken. Jede und jeder nimmt mit, was er oder sie möchte – ganz ohne Pflichtprogramm!

Im nächsten Theater wird viel gelacht…
… und zwischendurch auch etwas nachgedacht.